Ich sitze immer samstags auf einer Decke im Park neben einer Verkaufstelle für Parkettböden in unserem Städtchen und stelle philosophische Betrachtungen an. Ich finde den Park als bester Platz dafür. Natürlich schreibe ich all meine Gedanken immer nieder, damit die Klugheiten nicht verloren gehen. Am letzten Samstag war mein Thema: Menschen. Ein weites Thema! Eine zunehmende Zahl von Menschen fragt sich nämlich, ob es überhaupt sinnvoll ist, verstärkte Anstrengung zur Rettung von Kindern in der Dritten Welt zu unternehmen. Das führt zu hohem Bevölkerungswachstum und zerstörten Ökosystem und bedeutet für die Geretteten doch nur ein kurzes Leben im Hunger und Elend. Einige Menschen wollen sogar die bewusste Inkaufnahme einer erhöhten Kindersterblichkeit als "Lösung" für das Bevölkerungsproblem in armen Ländern propagieren. In der Tat gibt es ethische Dilemmata im Zusammenhang mit hohem Bevölkerungswachstum. Der enorme Menschenzuwachs überstrapaziert das Ökosystem. Um überleben zu können, missbrauchen Arme die natürlichen Ressourcen: Sie fällen die Bäume, weil sie kein Geld für anderes Heizmaterial haben. Aus demselben Holz werden in Europa Parkettböden hergestellt.